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Das Schützenfest abc

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783948496319
Sprache: Deutsch
Umfang: 64
Format (T/L/B): 34,0 x 19,0 cm
Auflage: Das Schützenfest abc

Beschreibung

Was veranlasst zwei Westfalen, einer davon noch mit su?dniedersächsischem Migrationshintergrund, ein Schu?tzenfest-ABC herauszubringen? Eine berechtigte Frage, der man sich stellen kann oder sogar muss, wenn man dieses Buch in Händen hält. Schu?tzenbru?der oder Schu?tzenschwestern mögen sich fragen, was es denn u?ber das Schu?tzenfest oder Schu?tzenwesen Neues zu erkennen gäbe, das Mann oder Frau nicht schon längst wu?ssten? Jede Menge im Zweifelsfall, denn man muss wissen, wer hinter dieser Idee steckt: zwei Westfalen, die das Wesen des Westfälischen seit Jahren im Visier haben. Da ist zum einen der Illustrator und Karikaturist Peter Menne. Wahl-Potsdamer mit urwestfälischen Wurzeln. Er wurde in Delbru?ck geboren und lebt seit 1995 in Potsdam. In den Bereichen Zeitschriften- und Schulbuchillustrationen arbeitet Menne seit 1993 fu?r verschiedene Verlage im deutschsprachigen Raum. Daru?ber hinaus gehören die freie Grafik und die Satire, zunehmend auch tagesaktuelle Illustrationen fu?r Printmedien zu seinen Arbeitsgebieten. Peter Menne, der Westfale in Potsdam, ist immer auf der Suche nach der unverwechselbaren Mentalität des Westfalen. Er liebt das Eigentu?mliche, das Kantige, das Skurrile und das bodenständig-Dickköpfige an diesen Westfalen. In seinen Karikaturen ist er bekennendes Landei. Und gerade das reizt nicht nur zum Schmunzeln oder Lachen. Es fördert hinter den Situationen urkomische Geschichten zu Tage, wie sie westfälischer nicht sein könnten. Über den zweiten im Bunde, Augustin Upmann, muss man nicht viel sagen. Wer kennt sie nicht, die bitterbösen und schrägen Geschichten aus dem imaginären Dorf Suchtdrup, in dessen Dorfpfu?tze sich die ganze Welt mit ihren Verru?cktheiten spiegelt. Er und sein kongenialer Bu?hnen-Partner Heinz Weißenberg stehen seit vielen Jahren zusammen mit der »Tastenfachkraft« Svetlana Svoroba erfolgreich auf westfälischen Brettern und halten uns humorvoll, bissig, komödiantisch, aber nie verletzend den Spiegel vor Augen. Und nun wenden sich Peter Menne und Augustin Upmann dem Schu?tzenfest ,zu, das doch in seinem Ursprung so gar nichts mit Ausgelassenheit, Unbeschwertheit und Feiern zu tun hat. Die Tradition des organisierten Schießens mit dem Ziel, im Wettkampf einen Schu?tzenkönig zu ku?ren, geht bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts zuru?ck. Waffenfähige Bu?rger und Landbewohner standen in der Pflicht, in regelmäßigen Abständen das Schießen auf eine Scheibe oder einen hölzernen Vogel zu u?ben, um im Falle der Belagerung ihre jeweilige Stadt verteidigen zu können. Dass diese Pflicht, sich mit dem Ernstfall, nämlich mit der Verteidigung der Stadt auseinanderzusetzen, nicht immer auf ungetru?bte Gegenliebe stieß, lässt sich vielleicht denken. Um dem entgegen zu wirken fu?hrten die Räte der Städte vielerorts – und nicht nur im Mu?nsterland – einen jährlich stattfindenden Schießwettbewerb ein, bei dem mit geselligem Treiben der beste Schu?tze des Jahres ermittelt wurde. Aus dieser Tradition entwickelten sich sehr schnell Bruderschaften und Gilden, die das Gefu?hl der Zusammengehörigkeit stärkten und nachhaltig festigten. Diese seit Jahrhunderten bestehende Tradition hat sich nicht nur erhalten, sondern konnte sich gleichzeitig fu?r Westfalen zu einem besonderen Markenzeichen entwickeln. Peter Menne und Augustin Upmann haben sich an die Arbeit gemacht, das Typische und das Spezielle dieser »Marke« herauszuarbeiten. Von A wie Antreten bis Z wie Zusammengehörigkeitsgefu?hl – oder in diesem Buch Zu?ndkerze – haben annähernd 20 Schu?tzenvereine aus dem Mu?nsterland, dem Sauerland, aus Ostwestfalen und dem Lippischen das fu?r sie Besondere an ihrem Fest herausgearbeitet. Dabei wurde sehr deutlich, welchen besonderen Wert das jährliche Schu?tzenfest fu?r die einzelnen Vereine darstellt. Aber auch, welche Orts- oder Ortsteil-prägende und integrative Funktion das Schu?tzenfest fu?r die Menschen hat. Was Augustin Upmann nach Sichtung der vielen Beiträge humorvoll-literarisch auf den Punkt gebracht hat, bringt der Illustrator und Karikaturist Peter Menne – man verzeihe mir die Doppeldeutigkeit – ku?nstlerisch-illustrativ auf den Strich. Ein Buch, das zum Blättern, Schmunzeln, Nachdenken und Lachen einlädt. Da kann man nur in alter Schu?tzentradition sagen: »Ein dreifaches Horrido« auf dieses Werk und ganz viel Vergnu?gen. »Ein Schu?tze steht stets seinen Mann auch wenn er nicht mehr stehen kann. Ein Schu?tze trägt auch ein Gewehr und damit schießt er hin und her Und fu?hlst Du dich einmal allein dann trete bei den Schu?tzen ein.« (Erwin Grosche)

Autorenportrait

Peter Menne wurde 1962 ohne größeres Dazutun als Westfale geboren. Seine berufliche Laufbahn begann im Aktzeichensaal der FH Bielefeld, wo er es verstand, jedes Topmodell in eine Karikatur zu verwandeln. Das Stammessen I und II der Mensa waren so lecker, dass sich sein Studium sehr lange hinzog. Des Lernens nicht mu?de zog es ihn 1991 nach Berlin. An der Kunsthochschule Berlin-Weißensee lernte er, mit dem Pinsel umzugehen. Doch seine alte Heimat OWL ließ ihn nicht los. 1993 erhielt er ein Stipendium in Schwalenberg (Lippe), im Anschluss arbeitete er als Dozent einige Jahre an der Sommerakademie Schwalenberg. Und so pendelt er noch heute zwischen Ost und West – zwischen Potsdam, wo er sich mit Frau, zwei Kindern, aber ohne Hund häuslich niedergelassen hat, und OWL, die Hauptquelle seiner Inspirationen. Durch seine zahlreichen Publikationen hat er sich einen Namen als Karikaturist und westfälischer Milieuzeichner gemacht. Als Illustrator arbeitet er fu?r zahlreiche Tageszeitungen, Fachmagazine und Buchverlage. Augustin Upmann ist ein westfälischer Cosmopolit. 1955 in Glandorf an der Landesgrenze zu NRW geboren wuchs er mit dem Handicap eines su?d-niedersächsischen Migrationshintergrundes in Selm, wenige hundert Meter vor der Nordkante des Ruhrgebiets, auf. Besuch des Gymnasiums in Du?lmen um Hochdeutsch und andere Fremdsprachen zu lernen. Seine tri-linguale Prägung (Platt-, Kohlenpott-, und Hochdeutsch) und die blanke Not, seine schwachen schulischen Leistungen zumindest sprachlich optimal zu verkaufen und ansonsten Interesse am Unterricht zu heucheln, befeuerten seine Liebe zum Wort und zum Theater: Erster Bu?hnenerfolg mit fu?nf Jahren als Puppendoktor beim Mu?tterkaffe im Saal Knipping. Ab dann hauptberuflicher Nebenerwerbs-Komiker. Zwischenzeitlich Studium Geschichte/Germanistik in Mu?nster, 1994 wurde das Substantiv »Nebenerwerb« aus der Tätigkeitsbeschreibung gestrichen. Seitdem Teil des Ethno-Kabaretts »Die Bullemänner«. Hat eine Frau, drei Töchter, mehrere Gitarren und sieht dem Ende in Unna entgegen.